Meinung vom 18.09.2005
Rome: Total War
| Dabei seit: |
|
06.04.2004 |
| Leserwertungen bisher: |
9 |
| Ø Qualität insgesamt: |
|
9
Grafik:
Größtenteils fantastische Schlachtgrafik; man fühlt sich mitten in einen der großen Sandalenfilme mit Tausenden von Kriegern gleichzeitig versetzt. Leider geben sich Landschaft, Effekte und Gebäude bieder, auch die Animationen der einzelnen Einheiten hätte etwas mehr Feinschliff vertragen können.
7
Steuerung:
Für Neueinsteiger in die "Total War"-Reihe dürfte die Kamerasteuerung auf dem Schlachtfeld trotz des guten Tutorials sehr verwirrend sein. Das ist jedoch auch schon der einzige Makel an einer ansonsten sehr guten Bedienung. Einzig ein paar Menüs auf der Übersichtskarte sind etwas zu verschachtelt.
8
Sound:
Die Schlachtenakustik ist phänomenal, Effekte und Musik sind optimal aufeinander abgestimmt. Nervig geben sich dagegen die sich sehr oft wiederholenden Einheitenkommentare. Überhaupt hätte ein wenig mehr Sprachausgabe dem Spiel nicht geschadet.
8
Gameplay:
Die unwiderstehliche Mischung aus Echtzeit und Runden ist wie bei den Vorgängern hervorragend gelungen. Allerdings wurden einige Funktionen aus "Medieval" gestrichen, so versucht die K.I. etwa nicht mehr, eine Belagerung zu brechen. Ein stark ausgebauter Diplomatiemodus, langweilige Senatsmissionen.
6
Multiplayer:
Er wäre zwar nur schwer umzusetzen gewesen, trotzdem vermisst man den komplexen Strategiepart im Mehrspieler-Modus. Die taktischen Schlachten sind nett und bieten viele taktische Optionen, doch das Flair der Solokampagne kommt meistens nicht auf. Nur für zwischendurch geeignet.
Fazit:
Abgesehen davon, dass ich das Mittelalter dem alten Rom als Szenario einen Tick vorziehe, begeistert mich "Rome" fast ebenso sehr wie der Vorgänger "Medieval" oder das noch ältere "Shogun". Zuerst baue ich auf der Strategiekarte im Rundenmodus meine Städte aus und stelle mächtige Armeen zusammen, dann kommandiere ich sie im grafisch beeindruckenden Schlachtenmodus selbst. Auch wenn ich schon bald trotz der vielen taktischen Möglichkeiten den Computer das Ergebnis berechnen lasse.
Außer dem sehr guten, erweiterten Diplomatiemodus finden sich kaum spielerische Neuerungen: Die Senatsmissionen wiederholen sich zu oft und verbreiten keine Atmosphäre, Seekämpfe dürfen immer noch nicht selbst befehligt werden. Außerdem wirkt die Künstliche Intelligenz manchmal dümmer als im Vorgänger.
Abgesehen davon bietet "Rome: Total War" aber ein Strategie-Erlebnis der Extraklasse, das für mehrere Wochen Spielspaß liefert. "Süchtig machend" dürfte hier wohl der geeignete Ausdruck sein.
Wertung:
84